Mann oder Frau erinnert sich vielleicht noch an meinen Aufruf von vor knapp drei Wochen. Die Rückmeldungen auf diesen waren leider so zahlreich, dass es mir bis jetzt noch nicht möglich war, mich für eine/einen Gesprächspartnerin/Gesprächspartner zu entscheiden. Da mir diese Entscheidung eh schon schwer genug fällt, dürft euch bei Interesse gerne noch für diese Aktion melden. Auf eine Meldung mehr oder weniger kommt es dann ja auch nicht mehr an (* Näheres dazu am Ende dieses “Interviews”!). Umso mehr freut es mich, dass sich für diesen Monat sehr kurzfristig ein paar Cacher gefunden haben, die bereit waren, mir auf dem gewohnten Wege Rede und Antwirt zu stehen. Noch mehr freut es mich, dass das “Interview” somit endlich auch mal in einem Teil des Landkreises stattfindet, der zwar mit einer Vielzahl schöner Caches und nach meinen bescheidenen Erfahrungen auch mit nicht minder schönen Gegenden aufwarten kann, ansonsten hier aber eher unterrepräsentiert ist. Die Rede ist vom Osten der Republik des Landkreises, aber lest selbst:
GC-Name:
berserker100
Home Location:
Melle / Landkreis Osnabrück, Südkreis
Entfernung des ersten Caches auf der Filter-Out-Finds-Liste:
Nach Abzug des Mysterie-“Krams“, der T5er, für die bis jetzt noch nicht das ganze Kletterzubehör vorhanden war, ist der nächste Cache, den wir noch suchen müssen und auch im Moment aktiv ist, ca. 7 km entfernt.
Unser
- Lieblings-Tradi: Na, schönen Dank !!! @ Night (Nachtcache)
Dieser ist ganz am Ende des noch niedersächsischen Landkreises. Es war einfach spannend, etwas aufregend und hat riesen Spaß gemacht. Da will ich natürlich nicht zu viel verraten. Wir sind da mit großer „Gerätschaft“ ran. [:-)] und hatten einen befreundeten (damals noch Muggel) mit, der mittlerweile auch Cacher ist.
- Lieblings-Multi: Das Würstchen im zarten Saitling (LP)
Es gibt so viele schöne Multis. Diesen fanden wir einfach toll, weil die Location spitze ist, die Stationen gut zu finden und abwechslungsreich sind. Und wir lieben einfach LP-Caches. Ansonsten war Mittelerde – Ein fantastischer Rätselmulti einsame Spitze, so toll gemachte Stationen mit viel Geschick und Einfallsreichtum anspruchsvolle Aufgaben und trotzdem gut lösbar. Das hat einfach Spaß gemacht.
- Lieblings-Mystery: Im allgemeinen ignorieren wir Mysteries, da diese komplizierten Rätsel die zu Hause zu lösen sind , nicht unser Fall sind. Wenn es natürlich Bonus-Caches sind, die durch finden anderer Tradi-Dosen zu finden sind, dann machen wir diese. Aber da können wir jetzt keinen so herausheben. Ach ja, einen Mystery haben wir doch im November 2011 machen können, da wir mit einigen Teams los waren. Da haben wir The Rock machen können. Das war echt super klasse…….!!!!! Ist zwar nicht im Landkreis, aber da wir ja sonst keine Mysteries angeben können …..
Unser erster Cache:
Unser erster Cache war ein Tradi Violas Bach. Den haben wir am 24.06.2007 geloggt. Man glaubt es kaum, den gibt es sogar noch!
Wie seid ihr zum Geocaching gekommen?
Im Urlaub auf Burg Wernfels in Bayern haben wir eine Familie kennen gelernt, die unseren Sohn an einem Tag mit auf eine „Schatzsuche“ mitgenommen haben. Die kamen dann abends wieder und haben uns davon erzählt was sie da so suchen und unser Sohn war sofort ziemlich begeistert. Wir konnten uns aber erst so richtig nichts darunter vorstellen. Bei einem Besuch ein Jahr später bei uns in Melle, hat die Familie uns dann in Melle gezeigt wo denn überall Caches versteckt sind. Das fanden wir witzig und toll. Daraufhin haben wir uns dann unseren Account angelegt und dann ging es zu unseren ersten Dosen.
Was war eurer bisher schönstes/abenteuerlichstes/aufregendstes/spannendstes/positivstes/ungeschicktestesCacheerlebnis bei einem Cache in Osnabrück oder Landkreis Osnabrück
Bei einem sind wir unterirdisch fündig geworden und beim Loggen bzw. nach dem Loggen hörten wir direkt über uns auf einmal Stimmen näher kommen. Wir waren dann still und schweigsam und horchten und horchten. Waren es Polizei, oder Muggel oder Cacher, Anwohner die uns beobachtet hatten? Die Spannung war groß und wir alle (vor allem auch unsere Kinder) waren aufgeregt. Beim wieder Hervorkommen, als es dann Gott sei dank wieder still war, waren wir schon seeeeehhhhr vorsichtig.
Das war schon aufregend aber es hat auch riesig Spaß gemacht.
Welches war die letzte Anschaffung für eure Cacherausrüstung?
Die letzte Anschaffung war eine Steigklemme, damit wir die T5 vor der Haustür irgendwann einmal in Smilies verwandeln können.
Gibt es einen Cache, den ihr unbedingt einmal machen wollt oder eine Region in der ihr gerne einmal Dosen suchen wollt?
Da V. letztens mal auf den Cache Stadt im Wald gestoßen ist, und wir diesen seit dem auf unserer Watchlist haben, lesen wir die tollen Logs und da es ein LP ist, die wir ja gerne mögen, möchte ich persönlich den gerne mal machen. Da es ja von uns weiter weg ist, muss das eben irgendwie mal mit einer Übernachtung geplant werden oder so.
Könnt ihr euch vorstellen, irgendwann einmal mit dem Cachen aufzuhören?
Nein, im Moment könnten wir uns das nicht vorstellen, denn es ist immer wieder schön in die Natur raus zu gehen, an tolle Orte zu kommen, die man ohne das Cachen nicht entdecken würde. Außerdem kann man seinen persönlichen „Accu“ damit auch aufladen wenn man wieder an der frischen Luft war und dann auch noch erfolgreich war. Es ist einfach ein schönes Hobby! Nur wenn der Diesel irgendwann 5 € kostet, dann müssen wir wahrscheinlich noch mal neu überlegen, wie man dann die Strecken abfährt. [:-)]
Bei welchem Cache habt ihr euch besonders schwer getan, evtl. mehrere Anläufe benötigt oder zunächst sogar einen DNF geloggt?
Man mag es eigentlich kaum sagen, aber manchmal ist es ein 1,5/1er Tradi, der einen zur Verzweiflung bringt. Es war ein Tradi hier im Raum Melle, wo ich bestimmt 4 mal war. Entweder waren immer Muggel in der direkten Nachbarschaft von diesem Cache am Garten umpflügen oder ich habe auch immer wieder gesucht und gesucht. Ich hatte wohl immer irgendwie Tomaten auf den Augen. Beim 5. Mal hatte ich die Dose innerhalb von 2 vielleicht 3 Minuten in der Hand. Da versteht man wirklich die Welt nicht mehr. Aber so etwas kommt eben auch vor. Um so schöner ist es dann auch diesen grünen Fleck auf der Map in einen Smilie verwandelt zu haben.
Welches war deine bisher ärgerlichste Situation in der du deinen Stift vergessen hast?
Wir haben lange überlegt bei dieser Frage, eigentlich hatten wir so eine Situation noch nicht wirklich, einmal nur als wir mit einer Familienfeier im Cafe am Rubbenbruchsee zum Frühstücken waren, hatte Volker mit unserer Tochter eine kleine Wanderung am See entlang gemacht und natürlich nach der Dose Ausschau gehalten, und sie auch gefunden, aber eben keinen Stift dabei. Aber das wir das jetzt besonders ärgerlich fanden, können wir jetzt nicht sagen, denn es war ja nicht irgendwie sehr viel vergebens gelaufen, oder so. Man hatte einfach das schöne mit dem Nützlichen verbunden. Die Dose haben wir bis heute noch nicht wieder besucht, aber was ja nicht ist, kann ja noch werden.
Wenn ich richtig informiert bin, dann seit in punkto „Öffentlichkeitsarbeit“ sehr aktiv. Könnt ihr euren Aktivitäten diesbezüglich evtl. ein wenig näher beschreiben und sagen, warum euch dieses Thema wichtig ist?
Die Berserker100 in der Öffentlichkeit(sarbeit)
Alles begann mit dem Wandertag2011. Schon im Jahr 2010 kamen die ersten Berichte im örtlichen Käseblatt heraus. Als Ausrichter war dort der Wanderverband Weser Ems – Unterverband des Deutschen Wander Verbandes – genannt. Das hatten wir doch schon mal gelesen. Richtig, auf der Opencaching.de Seite steht etwas von der Deutschen Wanderjugend, die ebenfalls zum Deutschen Wanderverband gehört. Also, dachten wir, da gibt es dann ja bestimmt auch ne Menge Geocacher, die an den Wandertags-Tagen nach Melle kommen. Und die DWJ wird da wohl nen Event machen. Eine kleine Anfrage an den Verband und die Stadt Melle brachte dann (sinngemäß) folgende Antwort: „… schön, das Sie sich für Geocaching auf dem Deutschen Wandertag interessieren, … würden uns freuen, wenn Sie uns dabei unterstützen und ggf. mit einer Geocaching-Wanderung unser Programm bereichern…“ Es folgten Gespräche mit Vertretern der Stadt und anderen… Kurz und gut. Wir hatten die Ausrichtung eines Wandertagsevent übernommen.
Am Wandertag war das „geführte“ Geocachen mit den Meller Cachern ein Highlight für die Kinder und interessierten Erwachsenen. Danke noch mal an alle Helfer für die ausgelegten 4 Multi’s und die tatkräftige Unterstützung. Es folgten (noch vor dem Wandertag) Anfragen von Schulen, einzelnen Personen, Familien und Jugendherbergsgruppen. Alle mit dem Ziel „geocaching“ zu machen. Je nach „Nettigkeit“ der Anfrage haben wir allen mehr oder minder geholfen. Ausschlaggebend für den Entschluss uns sozusagen zu „outen“ war sicherlich auch die Mail einer Familie, die sich sehr für den NACHTCache „Weiss der Kuckuck“ bedankten, den sie mit der ganzen Kindergeburtstags Truppe dann wohl tags über machen wollten. Die Mail war eine kurze Anfrage, ob denn alle Stationen in Ordnung wären…
Das hat uns dann dazu bewogen, den Muggel besser in die Augen zu schauen und zu sagen: „NEIN diese Dose ist für Geocacher, zur Kinderbelustigung dann doch bitte etwas eigenes machen!“ Einige haben wir schon durch Wald und Flug gelenkt. Da wir unsere Dosen ja teilweise in „öffentlichen Raum“ legen, denken wir sollte es der Öffentlichkeit möglich sein uns zu kontaktieren. Manchmal braucht man natürlich auch ne Rückendeckung um sein Döschen stilgerecht zu verstecken.
Die Frage, die nicht gestellt wurde, die wir aber trotzdem beantworten wollen: (Hervorhebung durch den Mann an den Copy&Paste-Taste. Dieser erlaubt sich außerdem den Hinweis, dass diese Frage hiermit offiziell Einzug in den Fragekatalog erhalten hat!)
Etwas, das uns am geocachen immer wieder fasziniert ist die völlige freie Wahl von Zeit und Ort. Für uns ist cachen immer auch die Möglichkeit mit anderen netten Geocachern in Kontakt zu kommen und dabei neue Locations kennen zu lernen. Schon seit unseren Anfängen nutzen wir das Geocachen als Urlaubs- und Ausflugsprogramm.
Lass mich die (geocachemäßige-) Urlaubsvorbereitung ein wenig beschreiben:
Da werden Wochen vor dem Start in den Urbaub schon einmal die Geocaching-Maps gewälzt. Waypoints in alle Himmelsrichtungen werden in Pocketqueries gepackt und herunter geladen. Direkt um das Urlaubsdomizil gelegte Geocaches werden markiert und die Owner ausgemacht. Dann werden ein paar emails an die Owner der Caches abgeschickt. Wir stellen uns nett vor, fragen nach den „Must have Caches“ der Gegend und nennen unseren Urlaubszeitraum. In aller Regel bekommen wir die Highlight – Dosen genannt, zudem die Ausflugsziele für die ganze Familie und in fast allen Fällen ein Angebot zum persönlichen Treffen.
Da treffen wir dann Freunde, die auch für die zunächst unbekannten einfach mal ne Rettungsaktion starten (danke Kuerwaldus), oder man kann eben mal 7 neue Dosen verstecken und braucht sich um die Wartung nicht kümmern . Unvergessen das Gesuche mit „Junker Rübe zu Buron“ in den Tiefen der LLLPS, die Tipps die es von den Geocachern am Bodensee gab und auch die Einladungen zu Eis, Kaffee, Kuchen, Grillabenden und Hochzeiten. Das möchte ich auf keinen Fall missen!
So schnell sind 9476 Zeichen auch schon wieder gelesen. Ich sage auch dieses Mal wieder vielen Dank für die ausführlichen und in diesem Fall auch besonders schnell eingereichten Antworten und verbleibe mit der Hoffnung, dass sich eventuell doch noch jemand für den Podcast findet (** Dies ist dann auch die Stelle auf die eingangs hingewiesen wurde!) mit freundlichen Grüßen.