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Ausge[o]fragt 10/12: dendamplinsenbrink

Und weit geht es in unser beliebten Kategorie „Ich sag dir was, dass du nicht weißt.“ Den Verfasser der heutigen Zeilen konnte ich bereits „im Ensatz“ kennen lernen, als er mich zusammen mit dem Herrn Guzitier an der ersten Station 1 des Nachtcaches Midnight Special einholte hat und wir gemeinsam in der Finsternis singen mussten, um die Voicebox mit dem nächsten Hinweis zu aktivieren. An diesen Moment sowie an das sich an den Fund anschließende Gespräch nebst Kaltgetränk denke ich noch gerne zurück. Los geht’s:

GC-Name:

dendamplinsenbrink

Home Location:

Georgsmarienhütte-Oesede

Entfernung des ersten Caches auf der Filter-Out-Finds-Liste:

Schwarzes Gold unter 1 km Entfernung. Als ich ihn loggen wollte, war er leider disabelt. Und bislang hat sich seitdem irgendwie noch nicht der richtige Zeitpunkt ergeben.

Mein

  • Lieblings-Tradi: Isla de la Munecas: Schöne große Dose in liebevoll gestaltetem Umfeld.
  • Lieblings-Multi: Friedhof der Kuscheltiere (NC): Schöne Runde mit zur Geschichte passenden Stationen. Das Wetter passte damals auch. Regen, Tauwetter und Schneeschmelze. Ich sah danach aus, als wäre ich selber aus einem der Gräber gekrochen.
  • Lieblings-Mystery: Mysteries zu lösen gehört jetzt nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Aber ein Ausdruck des Listings von T23-GC-Wörtersuche ist immer im Rucksack. Wenn es im Bereitschaftsdienst zu langweilig wird, hat man ein wenig zum Rätseln. Und irgendwann werde ich das letzte fehlende Wort auch noch entdecken.

Mein erster Cache:

Regenrückhaltebecken Oesede am 3. Februar 2011

Wie bist du zum Geocaching gekommen?

Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, meine Mountainbiketouren per GPS zu erfassen. Ein komplettes GPS-Gerät war mir zu groß, zu schwer und zu teuer. Im Internet fand ich dann den miniHomer. Gerade mal so groß wie ein Autoschlüssel hat er seinen Zweck super erfüllt. In der Bedienungsanleitung gab es einen kleinen Abschnitt über das Geocachen. Also wurde das einfach mal ausprobiert.

Was war dein bisher schönstes/abenteuerlichstes/ aufregendstes/spannendstes/positivstes/ ungeschicktestes Cacheerlebnis bei einem Cache in Osnabrück oder Landkreis Osnabrück

A Bird´s Nest. Eigentlich war ich nur da, um mir kurz einen Überblick zu verschaffen. Der Aufenthalt dauerte dann doch etwas länger, weil Familie Wildschwein noch ein wenig Gesellschaft haben wollte. Gelegentlich treffe ich auf dem MTB im Wald ja mal auf einzelne Exemplare. Ich kenne sie eigentlich nur als sehr scheue Tiere, die sofort die Flucht antreten, wenn die Stollenreifen sich nähern. Diese waren jedoch irgendwie anders gestrickt.

Welches war die letzte Anschaffung für deine Cacherausrüstung?

Eine vernünftige Stirnlampe und ein Helm für die Therapiestunden beim Taro Treasure Team. (s.u.)

Gibt es einen Cache, den du unbedingt einmal machen willst oder eine Region in der du gerne einmal Dosen suchen willst?

Hier in nächster Nähe wäre die „(K)letterbox unter Strom“ noch eine schöne Herausforderung. Dazu fehlt mir allerdings das Equipment.

Kannst du dir vorstellen, irgendwann einmal mit dem Cachen aufzuhören?

Sicherlich. Spätestens wenn man für jeden Cache einen QR-Code-Reader und Smartphone benötigt. Im Wald zu stehen und nach der drölfzehnten Nachkommastelle einer Konstanten zu googeln ist irgendwie nix für mich. (Anmerkung der „Redaktion“: Und erst recht nicht, wenn am Ende immer 5 raus kommt!)

Bei welchem Cache hast du dich besonders schwer getan, evtl. mehrere Anläufe benötigt oder zunächst sogar einen DNF geloggt?

Definitiv „Letzter Halt Hankenberge“. Als Kind bin ich mal in einem Fuchsbau stecken geblieben. Seitdem habe ich einen Heidenrespekt vor Allem was unter die Erdoberfläche führt und eng ist. Da wird Station 1 schon zu einem Problem. Ich weiß nicht, wie oft ich hier war. Jedes Mal ein kleines Stückchen weiter rein und wieder raus, wenn der Puls bei 180 war und der Schweiß ausbrach. Dass dann und wann der Haller Willem auch noch oberhalb verkehrt, machte die ganze Geschichte nicht einfacher. Dann kam ich auf die saublöde Idee, diesen Multi doch einfach nach einer Nachtschicht zu lösen. Station 1 klappte dann auch relativ gut, nur an Station 2 durfte ich dann erfahren, was Schlafmangel so bewirken kann. Ich habe nur Koordinaten wahrgenommen und diese eingegeben. An Station 3 fand ich dann auch den ersten Teil der Lösung, nur war mir völlig schleierhaft, wie es weitergehen soll. Also ging es entnervt nach Hause. Email an den Owner und ab ins Bett. Als ich wieder aufstand, war die Antwort seinerseits schon da. Man solle sich einfach an das halten, was bei Station 2 steht. Hallo? Wach? Ich hab dann noch mal nachgeschaut. Da stand tatsächlich noch ein wenig mehr. Somit konnte das Ding dann auch schlussendlich gelöst werden. Ich hatte mich zwar völlig zum Horst gemacht aber dafür wenigstens mein Kindheitstrauma überwunden. War sozusagen auch irgendwie therapeutisches Cachen. Das TTT hat ja auch noch einige andere „Therapiestunden“ im Angebot. Eigentlich dachte ich „Hans im Glück“ (wirklich verdammt eng) wäre die Abschlusssitzung gewesen, freundlicherweise hat sich aber das TTT dazu bereit erklärt, die Therapie abseits der Dosensuche fortzuführen.

Welches war deine bisher ärgerlichste Situation in der du deinen Stift vergessen hast?

Vergessen habe ich ihn bislang noch nie, allerdings war er nicht immer da, wo man ihn gebraucht hat. Bestes Beispiel dafür ist Epidemie II: Vogelgrippe. In der Regel sammele ich ja die Dosen, während ich mit dem Rad unterwegs bin. Hier war ich halt auch mit dem Mountainbike. Wer schon mal mit Klickpedal-Schuhen unterwegs war, weiß, dass z.T. schon das Laufen Probleme bereitet. Klettern wird auch nicht gerade einfacher. Der Weg zur Dose war schon schwierig, der Aufstieg inkl. Schutzkleidung nicht einfacher. An der Dose angekommen merkte ich, dass der Kugelschreiber noch im Rucksack lag…

Was ist für dich am Geocachen besonders faszinierend?

Dass es Mitmenschen gibt, die bereit sind ihre Freizeit und Taschengeld zu opfern, um anderen unentgeltlich eine Freude zu bereiten, indem sie einfallsreiche Dosen verstecken. An dieser Stelle von mir ein herzliches Dankeschön.

Wie kommst du zu deinem Nick?

Als ich meine Frau kennen lernte, waren ihre Nichten und Neffen gerade damit beschäftigt sprechen zu lernen. Irgendwie haben sie meinen Vornamen nicht auf die Reihe gekriegt. Seitdem bin ich halt der Onkel Dendam. Und da der Onkel, der so gute Plinsen (Pfannkuchen) backt, einen Nachnamen haben muss, heißt er halt Plinsenbrink.

Oh! Schade! Schon wieder zu Ende. Es wird höchste Zeit, dass ich mir ein paar zusätzliche Fragen einfallen lasse… Mal sehen was die kommende „Interviews“ so mit sich bringen. Bis dahin (wie immer) vielen Dank an dendamplinsenbrink fürs Mitmachen und an euch fürs Lesen.

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